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Dienstleistung Service 03.06.2016 14:00

Was muss ein Erbe als Teil einer Erbengemeinschaft beachten?

(Artikel mit 1 Seite)
Wenn es bei einem Todesfall mehrere Erben gibt, werden diese zu einer Erbengemeinschaft. Der Grund dafür ist, dass der Paragraf 2032 des Bürgerlichen Gesetzbuchs besagt, dass in einem solchen Fall die Hinterlassenschaften zum gemeinschaftlichen Vermögen aller Erben werden. Die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitglieder einer Erbengemeinschaft sind in den Paragrafen 2033 bis 2041 des BGB geregelt. Da hier einige „Fallstricke“ lauern, sollte sich eine Erbengemeinschaft am besten immer von einem Fachanwalt für Erbrecht beraten lassen. So werden mögliche Fehler vermieden, die im Ernstfall zu Schadensersatzansprüchen einzelner Erben oder Dritter führen können.

Welche Pflichten haben die einzelnen Erben?

Was muss ein Erbe als Teil einer Erbengemeinschaft beachten?

Wenn es bei einem Todesfall mehrere Erben gibt, werden diese zu einer Erbengemeinschaft. Der Grund dafür ist, dass der Paragraf 2032 des Bürgerlichen Gesetzbuchs besagt, dass in einem solchen Fall die Hinterlassenschaften zum gemeinschaftlichen Vermögen aller Erben werden. Die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitglieder einer Erbengemeinschaft sind in den Paragrafen 2033 bis 2041 des BGB geregelt. Da hier einige „Fallstricke“ lauern, sollte sich eine Erbengemeinschaft am besten immer von einem Fachanwalt für Erbrecht beraten lassen. So werden mögliche Fehler vermieden, die im Ernstfall zu Schadensersatzansprüchen einzelner Erben oder Dritter führen können.

Welche Pflichten haben die einzelnen Erben?

Bis zur endgültigen Teilung muss das Erbe verwaltet werden. Dazu besteht eine Mitwirkungspflicht jedes einzelnen Mitglieds der Erbengemeinschaft. Entscheidungen über die Verteilung der Vermögenswerte werden immer aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses getroffen. Die Mehrheit berechnet sich jedoch nicht pro Kopf, sondern anteilig am Vermögen des Verstorbenen der einzelnen Erben. Ist eine dauerhafte Verwaltung des Erbes ohne Aufteilung (beispielsweise bei Immobilien) angedacht, ist es sinnvoll, die Erbengemeinschaft in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, umzuwandeln. Anderenfalls endet die Erbengemeinschaft durch die abschließende Aufteilung des Vermögens im Rahmen der Erbauseinandersetzung, die auf der Basis des Paragrafen 2038 BGB erfolgt.

Welche Rechte haben die Mitglieder einer Erbengemeinschaft?

Hier steht das Nutzungsrecht an erster Stelle. In den meisten Fällen entsteht ein Nutzungsrecht beispielsweise für die gemeinsame Ehewohnung durch den überlebenden Ehepartner oder Partner aus einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, sofern durch den Erblasser keine abweichende Regelung in einem Testament getroffen wurde. Gibt es keine solche Regelung, wird die Zustimmung der gesamten Erbengemeinschaft benötigt. Das gilt auch für den Fall, dass ein Miterbe seinen Anteil vor dem Abschluss der Erbauseinandersetzung veräußern möchte. Ein Ausschluss der Auseinandersetzung, also der Aufteilung des gesamten Vermögens oder Teilen des Vermögens kann durch den Erblasser in einem Testament ausgeschlossen werden (2044 BGB).

Was geschieht, wenn ein Mitglied einer Erbengemeinschaft stirbt?

Sollte ein Miterbe vor dem Abschluss der Erbauseinandersetzung versterben, so treten an seine Stelle dessen gesetzliche oder in einem Testament vorgesehenen Erben. Durch die Bindung der Stimmenwirkung an die Anteile wird eine Verschiebung der Bestimmungsgewalt zu Gunsten der neu hinzugekommenen Miterben verhindert. Gibt es Erben, die zum Zeitpunkt des Erbfalls noch nicht geboren wurden, muss die Erbauseinandersetzung auf der Basis des Paragrafen 2043 aufgeschoben werden. Das gilt analog auch für den Fall noch nicht abgeschlossener Adoptionsverfahren.

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