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Gesellschaft und Service 26.09.2017 16:42

Wenn die Bausparkasse den Bausparvertrag kündigt – das sollten Betroffene wissen

(Artikel mit 1 Seite)
Viele Bausparer erhielten seit 2007 massenweise Kündigungen für ihren Bausparvertrag. Ob der eigene Vertrag darunter fällt und inwieweit die Kündigung zulässig ist, sollten Verbraucher am besten frühzeitig in Erfahrung bringen.

Hier ist die Bausparkasse im Recht – das Urteil vom 21. Februar 2017

In den vergangenen Jahren und Monaten wurden Bausparer mit einer wahren Kündigungswelle vonseiten der Bausparkassen konfrontiert. Seit der Finanzkrise im Jahr 2007 hat sich eine langanhaltende Niedrigzinsphase etabliert. Alle alten, mit drei bis fünf Prozent noch hochverzinsten Verträge machen den Bausparkassen zunehmend zu schaffen. Die Folge: Die betroffenen Bausparer erhalten massenweise Kündigungen. Ob der eigene Vertrag darunter fällt und inwieweit die Kündigung zulässig ist, sollten Verbraucher am besten frühzeitig in Erfahrung bringen. Wer sich eine gründliche Sichtung und eine zügige Durchsetzung etwaiger Ansprüche wünscht, wendet sich am besten an eine Kanzlei mit Spezialisierung im Bank- und Kapitalmarktrecht.

Hier ist die Bausparkasse im Recht – das Urteil vom 21. Februar 2017

Für viele Verbraucher ist die Verlockung groß, ihre Altverträge trotz Zuteilungsreife bestehen zu lassen. Die vor Beginn der Niedrigzinsphase gewährten hohen Guthabenzinssätze von bis zu fünf Prozent machen aus dem Vertrag eine attraktive Sparanlage. Was für den Verbraucher ein Segen ist, stellt sich für die Kreditinstitute wirtschaftlich gesehen als Fluch heraus. Deshalb werden seit Jahren konsequent alle Verträge gekündigt, die die Zuteilungsreife erlangt haben und somit offiziell ausgezahlt werden können. Ein Bausparvertrag gilt genau dann als zuteilungsreif, wenn der Kunde die nötige Summe angespart hat und der Vertrag weitere Kriterien erfüllt, z.B. die Einhaltung der vorgegebenen Sparzeit. Betroffene Bausparer haben gegen diese Kündigungen geklagt – und vor dem Bundesgerichtshof verloren. Das Urteil vom 21. Februar 2017 gibt den Bausparkassen Recht, was die Kündigung von zuteilungsreifen Verträgen angeht. Die Bedingung: Der Bausparvertrag muss bereits seit zehn oder mehr Jahren zuteilungsreif sein, ohne dass der Bausparer das Darlehen abgerufen hat.

Schlupfloch für Kunden der Bausparkasse Badenia

Seit Anfang September 2017 können viele Kunden der Bausparkasse Badenia aufatmen: Jüngst hat das Landgericht Karlsruhe in einem Urteil vom 1. September 2017 eine spezielle Kündigungsklausel in deren Bausparverträgen als ungültig erklärt. Diese Klausel berechtigte das Unternehmen dazu, Verträge unter zwei speziellen Bedingungen zu kündigen:
  • 15 Jahre nach Vertragsabschluss sind die Zuteilungsvoraussetzungen noch nicht erreicht.
  • Der Vertrag ist zuteilungsreif und der Kunde hat die Zuteilung noch nicht angenommen.
Da manche Verträge allerdings darauf ausgelegt sind, erst nach 15 Jahren Sparzeit die Zuteilungsreife zu erreichen, werden betroffene Bausparer durch die Klausel eindeutig benachteiligt. Durch die Aufhebung der Klausel sind beteiligte Verbraucher dazu angehalten, sich baldmöglichst gegen etwaige Kündigungsschreiben zu wehren. Mit anwaltlicher Hilfe auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts wird es in vielen Fällen möglich sein, rechtmäßige Ansprüche gegen die Badenia durchzusetzen.

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