Hallo Gast, Sie können sich registrieren oder einloggen
 

Artikeltexte auf dem Artikelportal veröffentlichen

Nachrichten, freie Meinungen, Berichte, Infos und Meinungen als Artikeltext aus unserer Gesellschaft von freien Redakteuren
» Startseite Artikel / Artikel lesen  
Dienstleistung Service 19.10.2017 16:29

Testamentsgestaltung: Wichtige Entscheidungen gewissenhaft und rechtswirksam erklären

(Artikel mit 1 Seite)
Eine Beratung durch einen Rechtsanwalt für Erbrecht berücksichtigt bei der Testamentserstellung nicht nur die äußerlichen Formvorschriften, die für ein wirksames eigenhändiges oder öffentliches Testament gelten, sondern es können alle gesetzlich bedingten Konstellationen in der Folge eines Erbfalls im Voraus bedacht werden.

Was sollte bei der Testamentsgestaltung beachtet werden?

Wer sich für das Aufsetzen eines Testaments entscheidet, möchte den eigenen Willen in der Zukunft auch tatsächlich ausgeführt wissen. Um dies zu gewährleisten, müssen einige Punkte bei der Testamentsgestaltung beachtet werden. Der Testator sollte sich daher Unterstützung bei fachlich erfahrenen Stellen suchen. Ein Rechtsanwalt für Erbrecht ist hierfür eine bewährte Option. Eine Beratung durch Anwälte dieses Rechtsgebiets berücksichtigt dabei nicht nur die äußerlichen Formvorschriften, die für ein wirksames eigenhändiges oder öffentliches Testament gelten. Vielmehr können auch alle gesetzlich bedingten Konstellationen in der Folge eines Erbfalls im Voraus bedacht werden. Damit werden rechtliche Lücken geschlossen und das Testament wird sowohl rechtswirksam als auch klar und zielgerichtet formuliert.

Was sollte bei der Testamentsgestaltung beachtet werden?

In Deutschland gilt grundsätzlich die Testierfreiheit. Ob ein Notar hinzugezogen wird („öffentliches Testament“) oder nicht („eigenhändiges Testament“), ist unerheblich. Demnach kann jeder Testator über sein Vermögen nach eigenem Gutdünken entscheiden. Allerdings sind dieser Freiheit auch Grenzen gesetzt. Infolge von Zerwürfnissen innerhalb der Familie hört man oft, dass z.B. ein in Ungnade gefallener Sohn „enterbt“ wird. Die nächsten Angehörigen des Erblassers haben jedoch stets einen Anspruch auf den sogenannten Pflichtteil. Dieser beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und besteht grundsätzlich. Damit ist es nicht möglich, die nächsten Angehörigen – respektive Kinder oder Ehepartner – gänzlich vom Erbe auszuschließen, ganz gleich, was im Testament steht. Jedoch gibt es außerhalb des Testaments Mittel und Wege, die Erbmasse vor den Verfügungen ungeliebter Angehöriger zu schützen. Konstellationen, die Schenkungen zu Lebzeiten beinhalten, können bei frühzeitiger Nachlassplanung genau diesen Effekt hervorrufen. Ein kompetenter Rechtsanwalt unterstützt Interessierte hierbei.
Außerdem können auch nicht mit dem Erblasser verwandte Personen in einem Testament begünstigt werden. Die Rede ist dann nicht von einem Erbe, sondern von einem Vermächtnis. Entscheidend ist hierbei, dass der Begünstigte namentlich unmissverständlich genannt wird. Eine ausdrückliche Formulierung ist auch für den Übergang einzelner Gegenstände auf bestimmte Personen besonders wichtig. Kompliziert wird es außerdem, wenn diese begünstigten Personen auch in der gesetzlichen Erbfolge auftreten. Um allgemeine Verwirrungen und den Erben nervlichen, finanziellen sowie zeitlichen Aufwand zu ersparen, sollten Testatoren einen Anwalt für Erbrecht bei der Testamentsgestaltung hinzuziehen.

Welche Formvorschriften gelten für das Aufsetzen eines Testaments?

Um keinen Interpretationsspielraum zu gewähren, sollte der Testierwille deutlich erkennbar sein. Das gilt sowohl für die Lesbarkeit eines handschriftlich gefertigten Dokuments als auch für die eindeutige und klare Formulierung des Willens. Das öffentliche Testament, unter Mitwirkung eines Notars, muss nach §2232 BGB nicht handschriftlich verfasst werden. Jedes Testament schließt letztendlich mit einer eigenhändigen Unterschrift sowie Ort und Datum der Testamentserrichtung.

Wo sollte man das Testament hinterlegen?

Um alle Eventualitäten auszuschließen, sollte sich der Testator über die Hinterlegung des Testaments Gedanken machen. Eingeschlossen in einem geheimen Tresor oder auf andere Weise versteckt wird es unter Umständen von Dritten nicht gefunden und der letzte Wille damit nicht realisiert. Dann tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Darum empfehlen sich für die Hinterlegung drei Alternativen: beim Amtsgericht, beim Nachlassgericht oder beim beteiligten Notar.
Doch ganz gleich, wo das zuletzt aufgesetzte und unterschriebene Testament verweilt: sollte ein Testator eine Änderung oder einen Widerruf vornehmen wollen, ist das jederzeit möglich. Durch das Aufsetzen eines neuen Testaments hat dieses jederzeit Vorrang vor einem älteren Dokument. Dabei ist es unerheblich, ob es sich dabei um notarielle Testamente handelt. Die landläufige Meinung, dass ein notarielles Testament grundsätzlich schwerer wiegt als ein privat verfasstes Testament, kann damit getrost vergessen werden.

Drucken | Artikel wurde 212 mal aufgerufen


Artikel als Bookmark speichern bei ...
Ähnliche Artikel
# Artikeltitel Arikeldatum
1. Ursachen und Auslöser einer Migräne 03.02.2008 14:46
2. Im Jahr 2011 fallen wichtige Neuerungen, Preiserhöhungen und Änderungen an 11.01.2011 11:35
 
Impressum | Datenschutzhinweise | Nutzungsregeln/AGB