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Geld und Finanzen 23.10.2017 09:30

Fremdkapitalfinanzierungen im Kapitalmarktrecht

(Artikel mit 1 Seite)
Unternehmen sollten sich juristischen Beistand auf dem Gebiet der Fremdkapitalfinanzierung suchen, damit die Fremdkapitalfinanzierung durch Wertpapierhandel erfolgreich vonstatten geht und keine unnötigen Risiken eingegangen werden!

Warum Fremdkapitalfinanzierung mit Wertpapieren?

Für Laien ist das Kapitalmarktrecht ein recht unwägbares Terrain – trotzdem legen im Wertpapierhandel Versierte ihr Vermögen oft sogar selbständig online an. Dennoch ist die mangelnde Transparenz der verschiedenen Vorschriften, die den Handel von Aktien, Anleihen, Fonds und Pfandbriefen reguliert, eine Herausforderung. Als noch komplizierter erweist sich die Fremdkapitalfinanzierung im Rahmen des Kapitalmarktrechts. Und doch ist diese für Unternehmen eine attraktive Chance, Fremdkapital zu generieren. Interessierte Unternehmen sollten sich juristischen Beistand auf diesem Gebiet suchen, damit die Fremdkapitalfinanzierung durch Wertpapierhandel erfolgreich vonstatten geht und keine unnötigen Risiken eingegangen werden – dasselbe gilt selbstverständlich für potentielle Anleger. Hierfür empfehlen sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisierte Anwälte – für das Kapitalmarktrecht in Köln machen sich sogar ganze Kanzleien stark.

Warum Fremdkapitalfinanzierung mit Wertpapieren?

Wer bei Wertpapieren gleich an Aktien denkt, liegt im Zusammenhang mit der Fremdkapitalfinanzierung falsch. Schließlich sind emittierte Aktien zur Kapitalerhöhung dem Eigenkapital des Unternehmens (Emittent) zuzurechnen. Bei Aktien hat der Kapitalgeber – in diesem Fall Aktionär – keinen Rückzahlungsanspruch im Sinne eines Gläubigers. Vielmehr hat er die Rolle eines Miteigentümers der Aktiengesellschaft inne. Damit ändert sich für die Emittenten die Eigentümerstruktur, das Unternehmen würde weniger unabhängig. Für viele Unternehmen ist das ein Grund, die Emission von Aktien zur Kapitalerhöhung zu vermeiden. Deswegen weichen viele auf Schuldverschreibungen aus, wenn ihnen eine Finanzierung über ein Kreditinstitut nicht zusagt – schließlich fallen auch hier je nach Zinsniveau erhebliche Finanzierungskosten an.
Um Fremdkapital zu finanzieren, können Unternehmen, die als juristische Person gelten, Schuldverschreibungen an der Börse ausgeben. Schuldverschreibungen – auch Anleihen oder Obligationen genannt – sind in der Regel mittel- bis langfristig angelegt. In ihrer Funktion als Kredit versprechen sie ihrem Inhaber – sollten keine einschneidenden Ereignisse, wie z.B. eine Insolvenz, auftreten – nicht nur eine komplette Rückzahlung des zur Verfügung gestellten Betrags, sondern ebenfalls eine vorher festgelegte Zinszahlung. Der Zinssatz wiederum wird von dem ausgebenden Unternehmen selbst bestimmt und ist somit nicht abhängig von den aktuellen Marktzinsen. Durch die Börsennotierung sind damit sowohl Privatpersonen als auch institutionelle Investoren in der Lage, Schuldverschreibungen anzukaufen.

Welche Risiken treffen die Anleger?

Anleger sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Schuldverschreibung letztlich ein Wertpapier und damit den Kursen am Kapitalmarkt ausgesetzt ist. Das bedeutet, dass bei einem Verkauf der Anleihe vor Laufzeitende durchaus Verluste möglich sind. Generell gilt: Je kürzer die Restlaufzeit, desto geringer das Kursrisiko. Dieses Kursänderungsrisiko ist auch insoweit zu berücksichtigen, als dass das Geld dem Emittenten über mehrere Jahre zur Verfügung gestellt wird. Sollte dieser während der Laufzeit insolvent gehen, ist die Zinszahlung sowie die Rückzahlung am Ende der Laufzeit nicht garantiert. Der vorzeitige Rückkauf zur Vermeidung des Risikos bezüglich der Zahlungsfähigkeit des Emittenten unterliegt dann wiederum dem Kursänderungsrisiko. Sowohl Zins als auch Rückzahlung unterliegen außerdem dem Währungsrisiko, sollte die Anleihe auf eine fremde Währung lauten. Unter Umständen kann weiterhin auch ein Kündigungsrisiko bestehen. Dieses ist allerdings nur dann relevant, wenn dem Emittenten ein Kündigungsrecht vor Laufzeitende eingeräumt wurde. Die Risiken des Emittenten belaufen sich insbesondere auf den Rückkauf der Anleihe durch den Schuldner sowie ebenfalls auf die Kursänderung. Diese wiederum hängt entscheidend vom aktuellen Zinsniveau ab – schließlich ist ein Anleihenkauf nur dann für Anleger interessant, wenn der Marktzins für reguläre Bankanlagen auf einem niedrigen Niveau ist.

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