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Dienstleistung Service 14.11.2017 15:15

Wissenswertes rund um Arbeitsrecht, Kündigung und Kündigungsschutz

(Artikel mit 1 Seite)
Arbeitsrecht im allgemeinen existiert es zum Schutz des Arbeitnehmers. Es ist der Teil der Zivilrechtsordnung, der die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern regelt. Wir klären über das Arbeitsrecht auf!

Die wichtigsten Vorschriften des Arbeitsrechts

Arbeitsrecht – was ist das eigentlich? Im Allgemeinen existiert es zum Schutz des Arbeitnehmers. Es ist der Teil der Zivilrechtsordnung, der die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern regelt. Des Weiteren beschäftigt es sich mit dem Verhältnis zwischen Arbeitnehmer-Kollektiven, wie z.B. Gewerkschaften oder Betriebsvertretungen, und ihren Verhandlungspartnern auf der Arbeitgeberseite. Das Arbeitsrecht versteht sich als besonderer Teil der Rechtsordnung, was in der Schutzbedürftigkeit des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber begründet ist.

Vor dem Hintergrund der strukturellen Unterlegenheit des Arbeitnehmers soll das Arbeitsrecht diesen vor unfairen Arbeitsbedingungen bewahren. Des Weiteren ermöglicht es dem Arbeitnehmer, durch betriebliche Interessenvertretungen sowie durch überbetriebliche Zusammenschlüsse Einfluss auf die Arbeitsbedingungen zu nehmen. Aufgrund der Komplexität arbeitsrechtlicher Konflikte ist das Hinzuziehen eines Rechtsanwalts für Arbeitsrecht in Herne, aber auch in jeder anderen Stadt, zu empfehlen.

Die wichtigsten Vorschriften des Arbeitsrechts

Die zum Arbeitsrecht gehörenden gesetzlichen Regelungen sichern verschiedene Aspekte zum Schutz des Arbeitnehmers rechtlich ab. Darunter fällt z.B., dass die Ausdehnung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit auf ein festgesetztes Maß beschränkt werden soll. Darüber hinaus werden durch das Arbeitsrecht Ausbeutungen in Form von Dumpinglöhnen verhindert sowie bezahlte Auszeiten zum Zwecke der Erholung, der Wiederherstellung der Gesundheit und des Frauen- sowie Familienschutzes sichergestellt. Durch das Kündigungsschutzgesetz werden Arbeitnehmer zudem vor willkürlichen Entlassungen geschützt. Diese Regelungen sind im Interesse des Arbeitnehmerschutzes rechtlich zwingend und können durch vertragliche Vereinbarungen nicht aufgehoben oder beschränkt werden.

Die Unterscheidung zwischen dem individuellen und kollektiven Arbeitsrecht

Grundsätzlich wird im Arbeitsrecht zwischen dem individuellen und dem kollektiven Arbeitsrecht unterschieden. Das individuelle Arbeitsrecht umfasst Richtlinien und Gesetze, die das Rechtsverhältnis zwischen den Arbeitsvertragsparteien und damit das Verhältnis zwischen dem einzelnen Arbeitnehmer sowie seinem Arbeitgeber betreffen. Das kollektive Arbeitsrecht hingegen regelt die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerkollektiven, wie z.B. Gewerkschaften, Betriebs- oder Personalräten sowie ihrer Verhandlungsgegner auf der Arbeitgeberseite. Ein wichtiger Bestandteil des kollektiven Arbeitsrechts ist zudem das Arbeitskampfrecht.

Was ist Kündigungsschutz und für wen gilt er?

Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate in einem Unternehmen tätig sind, sind in Deutschland vor einer Kündigung gut geschützt. Denn das sogenannte Kündigungsschutzgesetz erschwert Kündigungen durch den Arbeitgeber. Demnach ist eine Kündigung nur zulässig, wenn der Arbeitgeber betriebs-, personen- oder verhaltensbedingte Gründe nachweisen kann.

Betriebsbedingte Kündigung
Bei dieser fällt der Arbeitsplatz aus dringlichen betrieblichen Erfordernissen weg. Allerdings muss der Arbeitgeber versuchen, den Mitarbeiter auf einem anderen Arbeitsplatz im Unternehmen unterzubringen, bevor er jemanden entlässt.

Personenbedingte Kündigung
Auch bei dieser Kündigung muss der Arbeitgeber vor einer Entlassung versuchen, im Unternehmen eine andere Stelle für den Mitarbeiter zu finden. Betroffen sind Mitarbeiter, die häufig krank sind oder bei der Arbeit nicht mehr die notwendige Leistung erbringen können.

Verhaltensbedingte Kündigung
Diese kann ausgesprochen werden, wenn es dem Arbeitgeber nicht zuzumuten ist, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Grund hierfür können besonders schwere Verfehlungen des Arbeitnehmers sein. Wer z.B. oft zu spät zur Arbeit kommt, begeht eine Pflichtverletzung. Das ist allerdings kein Anlass für eine sofortige Kündigung. In der Regel muss vor einer solchen der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Abmahnung zukommen lassen. In dieser wird der Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass bei einer Wiederholung des Fehlverhaltens die Kündigung folgt.

Darüber hinaus genießen bestimmte Personengruppen einen besonderen Kündigungsschutz. Das gilt z.B. für Schwerbehinderte, bei deren Entlassung Arbeitgeber vorab die Zustimmung des Integrationsamtes einholen müssen. Daneben stehen Schwangere und Mütter, Auszubildende, Menschen in Pflegezeit, Betriebsräte sowie Mütter und Väter in Elternzeit unter dem besonderen Kündigungsschutz.

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