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Gesundheit 29.11.2017 15:49

Was ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie?

(Artikel mit 1 Seite)
Schlafstörungen, andauernde Ängste, traumatische Erlebnisse, Essstörungen oder ein starkes Verlangen nach Drogen. All dies sind Anlässe für eine psychologische Betreuung bei Kindern und Jugendlichen!

Anerkannte Verfahren zur Behandlung psychischer Krankheiten

Psychische Krankheiten sind etwas Alltägliches. Sie können jeden treffen und sich in unterschiedlicher Art und Weise äußern. Mögliche Anlässe für ein Gespräch reichen von Schlafstörungen über andauernde Ängste und traumatische Erlebnisse bis hin zu auffallend aggressivem Verhalten, Essstörungen oder starkem Verlangen nach Alkohol, Medikamenten und Drogen. An diesem Punkt setzen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres behandeln. Die Psychotherapie zeichnet sich durch folgende Punkte aus:
  • Zweck, psychische Krankheiten zu lindern und zu heilen
  • Wissenschaftlich bestätigte Behandlungsmethode
  • Sollte nur von Psychotherapeuten durchgeführt werden, die eine staatlich geregelte Ausbildung absolviert haben und über eine Approbation (Behandlungserlaubnis) verfügen.
Im Rahmen der Psychotherapie werden therapeutisch gestaltete Beziehungen, professionell strukturierte Gespräche und andere Möglichkeiten, sich auszudrücken, für die Behandlung genutzt. In die Therapie werden Eltern und andere Bezugspersonen mit einbezogen. Medikamente werden grundsätzlich nicht eingesetzt.

Wer übernimmt die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung?
In der Praxis wenden Psychotherapeuten unterschiedliche Methoden an. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei Kindern und Jugendlichen die Kosten für die folgenden Verfahren:
  • Analytische Psychotherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie
Eine Ausnahme bildet die Systemische Therapie – ebenfalls ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Allerdings werden die Kosten bisher noch nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Anerkannte Verfahren zur Behandlung psychischer Krankheiten

Die heilende Wirkung der Psychotherapie wurde in den vergangenen Jahrzehnten vielfach wissenschaftlich untersucht und durch zahlreiche internationale Studien bestätigt. Dabei hat sich gezeigt, dass Patienten mit psychotherapeutischer Behandlung sowohl kurzfristig eine deutliche Verringerung ihrer psychischen Beschwerden als auch längerfristig stabile Erfolge erzielen.

Analytische Psychotherapie
Die Therapie unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, unbewusste seelische Probleme und Konflikte auszudrücken, zu verstehen und zu bewältigen. Dabei wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan entwickelt, was bei Jugendlichen im Rahmen therapeutischer Gespräche und bei Kindern indirekt über deren Verhalten geschieht. Durch regelmäßige Gespräche mit den Eltern können auch diese die Hintergründe der Krankheit verstehen und bei der Entwicklung von Problemlösungen mitwirken.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Dieses Verfahren beschäftigt sich unmittelbar mit der Verringerung der Krankheitssymptome oder der Veränderung des Verhaltens von Kindern und Jugendlichen. Im Vergleich zur analytischen Psychotherapie werden dabei die aktuellen psychischen Beschwerden stärker thematisiert.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie zielt auf die unmittelbare Behandlung der psychischen Beschwerden von Kindern und Jugendlichen ab. In diesem Zuge wird besprochen, wann die Beschwerden auftreten und wodurch sie ausgelöst werden. Wie der Name des Verfahrens andeutet, beobachtet der Therapeut das Verhalten des Patienten im Spiel oder spricht mit diesem über Gedanken, Gefühle und körperliches Befinden. Dabei spielt auch das Verhalten anderer im Umgang mit dem Kind eine wichtige Rolle. Entsprechend dem Entwicklungsstand sowie den Lebensumständen des Kindes erarbeitet der Psychotherapeut mit diesem verschiedene Möglichkeiten, die Auslöser der psychischen Beschwerden zu verändern. Im Mittelpunkt stehen hierbei auch familiäre Lösungsstrategien, weshalb die Eltern in der Regel stark einbezogen werden.

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