Hallo Gast, Sie können sich registrieren oder einloggen
 

Artikeltexte auf dem Artikelportal veröffentlichen

Nachrichten, freie Meinungen, Berichte, Infos und Meinungen als Artikeltext aus unserer Gesellschaft von freien Redakteuren
» Startseite Artikel / Artikel lesen  
Auto 12.12.2017 16:00

Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall

(Artikel mit 1 Seite)
Der Schadensersatz gleicht die materiellen Schäden aus, beispielsweise Reparaturkosten und den Wertverlust des Fahrzeugs. Schmerzensgeld dient dazu, den Geschädigten für erlittenes körperliches oder seelisches Leid zu entschädigen.

Welche Schadensersatzansprüche können nach einem Unfall bestehen?

Schmerzensgeld und Schadensersatz sind gewissermaßen enge Verwandte. In beiden Fällen geht es um die Regulierung eines durch einen Dritten verursachten Schadens. Der Schadensersatz gleicht die materiellen Schäden aus, bei einem Verkehrsunfall also zum Beispiel die Reparaturkosten und den Wertverlust des Fahrzeugs. Der Schadensersatz ist also – zumindest theoretisch – genau berechenbar, wenngleich es auch hier in der Praxis oft zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt. Das Schmerzensgeld dient dazu, den Geschädigten für erlittenes körperliches oder seelisches Leid zu entschädigen. Die Durchsetzung von Ansprüchen auf Schadensersatz und Schmerzensgeld stellen einen wesentlichen Schwerpunkt von Anwaltskanzleien für Verkehrsrecht in Köln dar.

Welche Schadensersatzansprüche können nach einem Unfall bestehen?

Grundsätzlich besteht für Geschädigte ein Anspruch auf Erstattung sämtlicher Kosten, die ihnen durch den Unfall entstanden sind. Hier sind in erster Linie die Reparaturkosten und der Wertverlust des Fahrzeugs zu nennen. Auch die Tatsache, dass der Wagen während der Reparatur nicht zur Verfügung steht, stellt einen Schaden dar. Der Unfallverursacher – in der Praxis also dessen Versicherung – muss daher die Kosten eines angemessenen Mietwagens übernehmen. Alternativ kann sich der Geschädigte auch für eine Nutzungsausfallentschädigung entscheiden. Die Ansprüche auf Schadensersatz schließen auch Schäden an Gütern ein, die im Fahrzeug transportiert wurden. Auch die Kosten eines Anwalts und eines Schadensgutachters muss der Unfallverursacher tragen. Dasselbe gilt für die materiellen Folgen eines möglichen Personenschadens, die nicht mit dem Schmerzensgeld verwechselt werden dürfen. Hierzu zählen die Kosten der Heilbehandlung, der Verdienstausfall und möglicherweise auch die Kosten einer Haushaltshilfe. Es ist nicht möglich, alle denkbaren Schäden aufzulisten, die in jedem Einzelfall entstehen können. Der wichtige Grundsatz lautet, dass ein Anspruch auf Schadensersatz für alle nachweisbar durch den Unfall entstandenen Schäden besteht.

Wie wird die Höhe des Schadensersatzes berechnet?

Bei kleineren Schäden ist die Berechnung sehr einfach. Wie viel ein kaputter Blinker oder Außenspiegel kostet, lässt sich leicht ermitteln. Deutlich komplizierter wird die Lage, wenn die veranschlagten Reparaturkosten den Zeitwert des Autos übersteigen. In diesem Fall erstattet die Versicherung die Kosten für die Wiederbeschaffung eines gleichwertigen Fahrzeugs, abzüglich des Restwerts des Schrottfahrzeugs. In der Praxis führt dies oft zu Konflikten, da der Wiederbeschaffungswert unter anderen vom Alter, vom Zustand und von der Ausstattung des Fahrzeugs abhängt.

Wann besteht Anspruch auf Schmerzensgeld?

Die grundsätzliche Funktion des Schmerzensgeldes besteht darin, das Unfallopfer für Leiden zu entschädigen. Dabei kann es sich um körperliche Schmerzen handeln, aber auch um durchlittene Ängste oder andere psychische Belastungen. Für häufig auftretende Unfallfolgen hat die Rechtsprechung Richtwerte für die Höhe des Schmerzensgeldes entwickelt. Aber oft müssen die Gerichte Einzelfallentscheidungen treffen, die naturgemäß stets ein wenig willkürlich anmuten. Wie ist beispielsweise das Leid zu beziffern, monatelang nicht zu wissen, ob man jemals wieder wird laufen können? Schmerzensgeldansprüche sind meist deutlich schwieriger zu beziffern und durchzusetzen als Schadensersatzansprüche und erfordern professionellen Beistand.

An wen sind Ansprüche zu richten?

Abweichend vom sonstigen Vorgehen ist es im Verkehrsrecht nicht erforderlich, seine Ansprüche zunächst direkt gegenüber dem Unfallverursacher geltend zu machen. Stattdessen wenden sich die Geschädigten direkt an dessen Versicherung. Diese sollte nach einem Unfall umgehend informiert werden. Wenn das Fahrzeug in eine Werkstatt gebracht wird, rechnet diese meist direkt mit der gegnerischen Versicherung ab. Die Versicherung kann stattdessen auch auf die Einschaltung eines Gutachters bestehen, den dann aber der Geschädigte frei wählen kann. Die Versicherung hat keinen Anspruch darauf, den Schaden durch eigene Gutachter bewerten zu lassen.
Auch Schmerzensgeldansprüche sind direkt an die gegnerische Versicherung zu richten. Dies kann aus offensichtlichen Gründen jedoch nicht direkt nach dem Unfall geschehen. Es empfiehlt sich, zu diesem Zweck einen Anwalt einzuschalten.

Drucken | Artikel wurde 257 mal aufgerufen


Artikel als Bookmark speichern bei ...
Ähnliche Artikel
# Artikeltitel Arikeldatum
1. Gemeinschaft durch Sport und Fußball 13.01.2010 11:38
2. Schmerzensgeld nach Unfall: Voraussetzungen & Regelungen 17.05.2017 14:45
 
Impressum | Datenschutzhinweise | Nutzungsregeln/AGB