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Liebe und Partnerschaft 12.12.2017 18:02

Leichter gesagt als getan: Scheidungen bringen eine ganze Reihe an Herausforderungen mit sich

(Artikel mit 1 Seite)
In Deutschland wird ungefähr jede vierte Ehe geschieden. Anwälte beraten umfassend zum Thema Scheidung und weisen den Weg zur Einigung der beiden Parteien.

Was sind die Voraussetzungen für eine Scheidung?

Worüber kein frisch verheiratetes Paar nachdenkt: In Deutschland wird ungefähr jede vierte Ehe geschieden. Trotz der Masse dürfen Anwälte keine Routine in die Scheidungsfälle einfließen lassen. Scheidungswillige aus dem Großraum Düsseldorf sollten sich zum eigenen Wohl sowie zum Wohl der Kinder mit einem Anwalt für Familienrecht in Düsseldorf zusammensetzen. Anwälte beraten umfassend zum Thema Scheidung und weisen den Weg zur Einigung der beiden Parteien.

Was sind die Voraussetzungen für eine Scheidung?

Grundsätzlich lässt sich eine Ehe nur durch eine Scheidung vor Gericht auflösen. Selbst wenn die Eheleute erst seit kurzer Zeit verheiratet sind, hat dieses Prinzip Gültigkeit. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich in besonderen Ausnahmefällen, beispielsweise wenn einer der Ehepartner dem anderen voreheliche Kinder, schwere Krankheiten oder Vorstrafen verschwiegen hat.
Eine Ehe kann erst geschieden werden, wenn ein sogenanntes Trennungsjahr vollzogen ist. Dies bedeutet, dass die beiden Eheleute ein Jahr lang von Tisch und Bett getrennt gelebt haben. Sind sich die Eheleute einig, können sie gemeinsam einen genauen Zeitpunkt der Trennung nennen, der vom Gericht nicht überprüft wird.
Eine Scheidung der Ehe erfolgt dann, wenn sie zerrüttet ist. Dieser Umstand erlaubt zwei verschiedene Situationen:
  • Die Eheleute sind sich über die Scheidung und deren Folgen einig. In diesem Fall muss die Zerrüttung nicht mehr vom Gericht überprüft werden.
  • Das Ehepaar ist sich nicht vollständig über die Scheidung bzw. deren Folgen einig. In diesem Fall muss dem Gericht vorgetragen werden, aus welchen Gründen die Ehe zerrüttet ist.
Was ist eine einvernehmliche bzw. eine gütliche Scheidung?

Eine einvernehmliche Scheidung nach Ablauf des Trennungsjahres ist der häufigste Scheidungsfall in Deutschland. Wenn die Ehegatten mindestens über ein Jahr hinweg getrennt leben, gilt die Ehe nach deutschem Recht als zerrüttet. Weitere Beweise für die Zerrüttung der Ehe benötigt es nicht. Vor Gericht müssen beide Ehegatten also ihren Wunsch nach Scheidung der Ehe einstimmig vortragen. Der Grund für die Scheidung oder Trennung ist hierbei nicht relevant.
Das Trennungsjahr kann übrigens auch in der gemeinsamen Ehewohnung begangen werden. Hierbei ist jedoch Voraussetzung, dass beide Partner in verschiedenen Zimmern schlafen und getrennt voneinander wirtschaften. Ebenso dürfen beide keine Dienstleistungen mehr füreinander erbringen, also nicht füreinander kochen oder die Wäsche des Partners waschen.
Die Kosten für die Scheidung fallen übrigens umso günstiger aus, je mehr Details beide Partner vorab miteinander klären. Langwierige Gerichtskosten entfallen somit und ein Anwalt ist zur Durchführung des Verfahrens ausreichend. Bei nicht einvernehmlichen Scheidungsformen sind grundsätzlich zwei Anwälte notwendig, da ein Interessenskonflikt zwischen beiden Partnern besteht.

Welche steuerlichen Folgen hat eine Scheidung?

Ehegattensplitting
Während einer ehelichen Lebensgemeinschaft dürfen Ehegatten grundsätzlich eine Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer wählen. Hierbei werden beide Ehegatten gemeinsam als ein Steuerpflichtiger behandelt und die Einkünfte beider Partner zusammengerechnet. Im Anschluss wird die Einkommensteuer aus der Hälfte des Gesamtbetrages der Einkünfte beider Ehegatten ermittelt - das Prinzip des sogenannten Ehegattensplittings. Dies ist vor allem dann finanziell lukrativ, wenn die Ehegatten unterschiedlich viel verdienen. Es ergibt sich für beide eine geringere Steuerschuld und damit ein höheres Nettoeinkommen.
Eine solche gemeinsame steuerliche Veranlagung ist im Falle einer Scheidung letztmalig im Trennungsjahr möglich. Danach dürfen die Eheleute keine gemeinsame Steuererklärung mehr beim Finanzamt einreichen und werden aus steuerrechtlichem Blickwinkel wie alleinstehende Personen behandelt.

Änderung der Lohnsteuerklassen

Eine Scheidung hat auch Auswirkungen auf die Lohnsteuerklassen. Während der Ehe haben entweder beide Partner Steuerklasse IV oder eine der beiden wählt die Steuerklasse III, während der andere automatisch in die Lohnsteuerklasse V eingruppiert wird. Arbeitnehmer können ihre bisherigen Lohnsteuerklassen im Jahr der Trennung noch behalten.
Nach dem Trennungsjahr müssen Arbeitnehmer hingegen ihre Lohnsteuerklassen ändern. Die Ex-Partner haben dann die Wahl zwischen Lohnsteuerklasse I bzw. II. In vielen Fällen führt dies dazu, dass das Nettoeinkommen beider Ex Partner deutlich geringer ausfällt.

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