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Auto 27.12.2017 10:21

Welche Vorschriften gelten für offene Kamine in Privathaushalten?

(Artikel mit 1 Seite)
Welche Vorschriften sind bei einem Kamin im Privathaushalt zu beachten? Ebenso gibt es bestimmte Normen die eingehalten werden müssen.

Welche Normen spielen für offene Kamine noch eine Rolle?

Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für offene Kamine in privaten Haushalten finden sich in der Norm DIN EN 13240:2005-10 sowie den dazugehörigen Ergänzungen und Änderungen. Zudem müssen sowohl die Feuerstättenverordnungen und Brandschutzverordnungen der einzelnen Bundesländer sowie die Bestimmungen des Bundesimissionsschutzgesetzes beachtet werden. Hinsichtlich des Emissionsschutzes wurden mit der DIN SPEC 1101:2010-02 die Vorschriften für Emissionsprüfverfahren normiert. Dort integrierte der Gesetzgeber auch die bei einem offenen Kamin einzuhaltenden Grenzwerte für Kohlendioxid, Feinstaub und andere Abgase, welche bei der Verbrennung von Scheitholz und Pellets entstehen.
Welche Normen spielen für offene Kamine noch eine Rolle?
Es gibt einige ergänzende Bestimmungen, die Ofenbauer und Kaminbauer beachten müssen. Dazu zählt beispielsweise die Norm DIN 51045. Dort wird geregelt, dass die Wärmedehnung bei den verwendeten Materialien (bei einer Temperatur von 700 Grad Celsius) höchstens ein Prozent betragen darf. Aus der DIN EN 1094-6 können die Höchstwerte zur thermischen Schwindung entnommen werden. Regelungen zur Kaltbiegefestigkeit und Kaltdruckfestigkeit der Materialien treffen die Normen DIN EN ISO 8895 und DIN EN 993-6. Wird ein offener Kamin mit Schamott ausgekleidet, sind außerdem die Normen DIN EN 993-5, 993-7 und 993-10 zu beachten. Hinzu kommen Anforderungen aus der DIN 18891. Nur wenn sämtliche Normen eingehalten wurden, kommen die Versicherungen auch für eventuelle Schäden auf. Bei Nichteinhaltung besteht aufgrund grober Fahrlässigkeit kein Versicherungsschutz.
Wann müssen Besonderheiten berücksichtigt werden?
Die Anschlussgenehmigung für offene Kamine durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister gilt bundesweit. In einigen Kommunen sind jedoch Besonderheiten zu beachten. Diese ergeben sich aus der Gefahr einer Smogbildung, die ortsabhängig höher oder niedriger ausfallen kann. Dann müssen Kamine weitere Anforderungen erfüllen, als in der DIN 18891 definiert. Welche Bedingungen das sind, wird in den erlassenen Verordnungen von den betroffenen Kommunen festgelegt. In der Regel werden spezielle Zertifikate verlangt, die bei der DIN CERTO beantragt werden können. Eigens dafür wurde dort der Zertifizierungsausschuss DIN CERTO Feuerstätten ZA-FNH ins Leben gerufen.
Welche Rolle spielt das Bundes-Immissionsschutzgesetz?
Aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz leitet sich ab, dass alle nach dem 22. März 2010 errichteten Feuerstätten Mindestansprüche beim Wirkungsgrad erfüllen müssen. Bei einer Einzelfeuerstätte mit Speicherfunktion ist danach ein Wirkungsgrad von mindestens 75 Prozent vorgeschrieben. Mindestens 70 Prozent müssen es bei einem Raumheizer mit Füllfeuerung und 73 Prozent bei einem Raumheizer mit Flachfeuerung sein. Hierbei kommt es immer auf die konkrete Bauweise des Kamins an.

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Tags: kamin, kaminofen, ofen

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