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Gesellschaft und Service 02.01.2018 18:39

Die Besonderheiten, wenn man mit dem Begriff des Buchhalters werben möchte

(Artikel mit 1 Seite)
Über die Besonderheiten der Verwendung des Begriffss "Buchhalter" erfahren Sie in diesem Fachartikel.

Besonderheiten beim Eintrag im Gewerberegister

Das Steuerberatungsgesetz und das Rechtsberatungsgesetz setzen der Tätigkeit von Steuerberatern sowie Rechtsanwälten enge Grenzen. So ist die Hilfeleistung in Steuersachen oder die Buchführungshilfe lediglich den Steuerberatern vorbehalten. Deshalb müssen Angehörige der steuerberatenden Berufe darauf hinweisen, wie ihre konkreten Tätigkeiten aussehen, sofern sie mit den Begriffen der Buchführung oder des Buchführungsbüros werben möchten. Buchhalter – in Freiburg oder deutschlandweit – müssen deshalb einige Richtlinien beachten.

Besonderheiten beim Eintrag im Gewerberegister

Gleiches gilt für den Eintrag im Gewerberegister unter der Unternehmensbezeichnung Buchführungsbüro. Die Anmeldung erfüllt in erster Linie die rechtliche Pflicht, genauso dient sie jedoch zu Wettbewerbszwecken. § 6 Nr. 4 StBerG besagt nämlich, dass in Steuersachen befugte Personen keinen abgeschlossenen Ausbildungsgang mit genau definiertem Berufsabschluss aufweisen müssen, weshalb diese sich als Buchhalter bezeichnen können. Beim geprüften Bilanzbuchhalter geht man jedoch davon aus, dass allgemein eine Mitwirkung bei der Bilanzerstellung besteht. Um diese Annahme für die Öffentlichkeit auszuschließen, müssen die erlaubten Tätigkeiten im Einzelnen angegeben werden.

Buchhalter müssen bei Werbung auf Grenzen ihrer Tätigkeit hinweisen

Personen, die:
eine Abschlussprüfung im steuer- und wirtschaftsberatenden oder
einem kaufmännischen Ausbildungsberuf bestanden oder
eine gleichwertige Vorbildung erworben haben und danach mindestens drei Jahre auf dem Gebiet des Buchhaltungswesens in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden praktisch tätig gewesen sind,

haben weitergehende Befugnis. Sie dürfen nach § 6 Nr. 4 StBerG laufende Geschäftsvorfälle buchen (Kontierung, Erteilung von Buchungsanweisungen) und laufende Lohnabrechnungen und Lohnsteueranmeldungen fertigen. Folglich: Werbung und die Verwendung des Begriffs „Buchhalter” ist zulässig, wenn die zugelassenen Tätigkeiten einzeln genannt werden.

Unter anderem wären das im Detail folgende Tätigkeiten:
Erfassung von Geschäftsvorfällen durch Grundaufzeichnungen
Datenerfassung zum Zwecke der EDV-Buchführung außer Haus (mit Zwischenschaltung eines Steuerberaters, nach einem vom Steuerberater aufgestellten Kontenplan)
Steuerrechtlich irrelevante Hilfeleistung bei der Einrichtung der Buchführung


Die Werbung für die Tätigkeit im Bereich der selbstständigen Buchführungshilfe ist grundsätzlich zulässig für Personen, die den anerkannten Abschluss "Geprüfter Bilanzbuchhalter/Geprüfte Bilanzbuchhalterin" oder "Steuerfachwirt/Steuerfachwirtin" erworben haben. Sie dürfen demnach unter dieser Bezeichnung werben. Unzulässig ist es, für Tätigkeiten zu werben, zu denen man nicht befugt ist (sog. Überschusswerbung). Steuerliche Beratung, Werbung und ähnliche Leistungen dürfen selbstständige Bilanzbuchhalter nicht ausüben. Weist das Finanzamt Verstöße gegen das Steuerberatergesetz nach, so fallen die Beträge beim Bußgeld recht hoch aus.

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