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Sonstiges und Allerlei 03.01.2018 13:30

Geplante Entschuldung: Insolvenzverfahren für Unternehmen und Privatleute

(Artikel mit 1 Seite)
Das Insolvenzrecht gehört zum Zivilrecht bzw. ist ein Teilbereich dieses Rechtsgebiets. Die rechtlichen Grundlagen zur Privat- und Unternehmensinsolvenz werden in der Insolvenzordnung geregelt, die seit dem 1. Januar 1999 besteht. Die Insolvenzordnung basiert auf der Konkursordnung, die bereits seit 1877 existiert.

Was besagt das Insolvenzrecht?

Das Wichtigste vorab: Das Insolvenzrecht legt in seinen einzelnen Paragrafen die rechtliche Grundlage für ein Insolvenzverfahren und die Entschuldung fest. Doch die Auslegung dieser Paragrafen sollte einem erfahrenen Rechtsanwalt übertragen werden. Der Grund: In der Rechtspraxis sind viele Paragrafen tatsächlich Ansichts- bzw. Auslegungssache und es kommt darauf an, wie diese in einem Verfahren verwendet werden. Ein Anwalt für Insolvenzrecht in Frankfurt ist in der Lage, im Zuge der Rechtsvertretung alle maßgeblichen Gesetzesregelungen voll auszuschöpfen. Wichtig ist immer, dass vor der geplanten Insolvenz eine Unternehmenssanierung steht. Erst wenn diese scheitert, sollte der letzte Schritt in das Insolvenzverfahren gegangen werden. In dessen Rahmen kann ein Insolvenzplan erstellt werden, der wiederum die Rechtsgrundlage für eine Unternehmensrettung statt einer völligen Zerschlagung bildet.

Was ist ein Insolvenzverfahren?
Als Insolvenzverfahren wird der gesamte Vorgang der Entschuldung eines Unternehmens oder einer Privatperson bezeichnet. Sofern das Insolvenzverfahren als eröffnet gilt, wird das Insolvenzgericht einen Insolvenzverwalter bestimmen, der fortan sämtliche Rechte an den Vermögenswerten und der Insolvenzmasse besitzt. Möglich ist die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters, dessen Aufgabe es ist, die vorhandenen Vermögenswerte zu sichern. Außerdem liegt es in seiner Verantwortung, dass keine weiteren Verbindlichkeiten eingegangen werden, die die Schuldenmasse noch erhöhen würden.
Das Insolvenzverfahren stellt immer auch die Chance dar, das Unternehmen wieder gesunden zu lassen und damit nicht der Abwicklung zuzuführen. Dies ist im § 1 der Insolvenzordnung geregelt, wo es heißt, dass die Gläubiger eines Schuldners zu befriedigen sind oder ein Insolvenzplan aufgestellt werden sollte, der dem Erhalt des Unternehmens dient. Der Schuldner soll die Möglichkeit bekommen, sich von seinen Schulden zu befreien. Dabei geht es bei der Veräußerung von Vermögensgegenständen vor allem darum, nichts unter Wert zu verkaufen, damit möglichst viele Gläubiger ihr Geld bekommen.

Verschiedene Varianten des Insolvenzverfahrens
Die Regelinsolvenz sieht eine Verwertung der Insolvenzmasse vor, wobei die gesetzlichen Vorschriften der Insolvenzordnung eingehalten werden müssen. Im ebenfalls zur Regelinsolvenz zählenden Insolvenzplanverfahren bestimmt das Gericht eine Einigung unter den Gläubigern, unter diesen wird die Insolvenzmasse verwertet und verteilt. Auch die Eigenverwaltung ist bei der Regelinsolvenz möglich und kann durch den Schuldner selbst beantragt werden. Ergeben sich dadurch keinerlei Nachteile für die Gläubiger, gibt das Gericht dem entsprechenden Antrag in der Regel statt.
Die zweite Form des Insolvenzverfahrens ist die Verbraucherinsolvenz, bei der der Schuldner eine natürliche Person und kein Unternehmen ist.
Als dritte Variante ist das Nachlassinsolvenzverfahren zu nennen, welches bei verschuldeten Verstorbenen zur Anwendung kommt.

Stellen des Insolvenzantrags als erster Schritt
Die Insolvenzordnung regelt in § 13, dass der Insolvenzantrag sowohl vom Schuldner als auch von einem Gläubiger gestellt werden kann. Dieser Antrag wird beim zuständigen Amtsgericht eingereicht und vor dort auf ausreichende Gründe geprüft. Das heißt, wenn das Gericht feststellt, dass die Voraussetzungen für ein Insolvenzverfahren nicht gegeben sind, gibt es dem Antrag nicht statt. Außerdem muss das Gericht prüfen, ob die noch vorhandenen Vermögenswerte ausreichen, um die Kosten für das gesamte Verfahren zu decken. Hierfür wird meist ein Sachverständiger zurate gezogen, der sämtliche Sachverhalte feststellt. Dieser erstellt ein Empfehlungsschreiben für das Gericht, das auf dieser Basis eine Entscheidung über die Einleitung des Insolvenzverfahrens trifft.

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