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Dienstleistung Service 03.01.2018 16:55

Arzthaftungsrecht in Bezug auf Medizinrecht

(Artikel mit 1 Seite)
Bei Fragen rund um das Arzthaftungsrecht sollte ein juristischer Laie stets einen Anwalt für Medizinrecht zurate ziehen. Dieser erarbeitet für seine Mandanten eine optimale Lösung.

Das Arzthaftungsrecht im Medizinrecht

Die Arzthaftung umfasst die Verantwortlichkeit eines Arztes gegenüber seinem Patienten vor dem Hintergrund der gesetzlich geregelten ärztlichen Sorgfaltspflicht. Die Haftung wird hierbei auf zivilrechtlicher Ebene verstanden und bezeichnet das sogenannte haftungsrechtliche Arzt-Patienten-Verhältnis. Das Arzthaftungsrecht ist Bestandteil des Medizinrechts. Dieses umfasst sämtliche Rechtsbeziehungen einerseits zwischen einem Arzt und einem Patienten und andererseits von verschiedenen Ärzten untereinander. Ein <a href="http://www.saalfrank-medizinrecht.de">Anwalt für Medizinrecht</a> vertritt sowohl Patienten als auch Ärzte sowie medizinische Fachbereiche bei ihren Anliegen. Patienten haben die Möglichkeit, im Bedarfsfall Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Behandelnde Ärzte und medizinische Einrichtungen können sich ihrerseits bei der Schadensersatzabwehr vertreten lassen.

Die Arzthaftung in der Praxis

Patienten, die sich durch einen Arzt falsch behandelt fühlen und dadurch in ihrer Gesundheit beeinträchtigt sehen, können diesen Sachverhalt juristisch prüfen lassen. In diesem Fall kann ein Fachanwalt für Medizinrecht anhand der ärztlichen Behandlungsunterlagen klären, ob gegebenenfalls ein Behandlungsfehler seitens des behandelnden Arztes vorliegt. In der Regel ist dazu auch ein medizinisches Gutachten erforderlich, das beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) und im Bedarfsfall auch bei der Landesärztekammer angefordert werden kann.
Sollte ein Behandlungsfehler nachgewiesen werden, erhält der zuständige Arzt vor dem Hintergrund des Arzthaftungsrechts eine Aufforderung zur Leistung von Schadensersatz. Der Arzt hat nun seinerseits die Möglichkeit, den Sachverhalt prüfen zu lassen. Im Idealfall ist eine außergerichtliche Einigung möglich. Vielfach folgt jedoch ein Klageverfahren, bei dem der Fachanwalt für Medizinrecht den Patienten vertritt.

Strafrechtlich relevante Arzthandlungen

Patienten haben grundsätzlich das Recht auf eine medizinische Behandlung, die nach Möglichkeit zu ihrer Gesundung beiträgt. In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass ein gesundheitlicher Schaden oder eine entsprechende Beeinträchtigung des Patienten auf ein Fehlverhalten des behandelnden Arztes zurückgeht. In diesem Fall wird häufig der Begriff "Kunstfehler" verwendet.
Potenziell strafbare Handlungen oder Unterlassungen betreffen sowohl Behandlungen bei niedergelassenen Ärzte als auch in Krankenhäusern. Sie können unter anderem folgende Bereiche umfassen:


Fehlerhafte Aufklärung des Patienten im Kontext einer Behandlung
Behandlungsfehler bei der Therapie des Patienten
Schädigungen bei der Geburt durch fehlerhaftes Arztverhalten
Fehler bei der Dokumentation der Patientenakte
Unsachgemäße Durchführung von Schönheitsoperationen
Mängel im organisatorischen Ablauf
Erkrankungen beziehungsweise Beschwerden infolge mangelnder Hygiene
Verletzung der Schweigepflicht


Pflichten des Arztes

Ein Arzt ist dazu verpflichtet, seine Patienten nach den allgemeingültigen medizinischen Standards zu behandeln. Die Richtlinien für diese Standards sind durch die aktuellen Leitlinien definiert, die von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften festgelegt werden.
Die konkreten Pflichten sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) erfasst. Sie umfassen sechs Bereiche.

Behandlungspflicht
Sie beinhaltet die für die ärztliche Therapie erforderlichen Maßnahmen.

Informationspflicht
Der Patient wird in verständlicher Sprache über seine Diagnose und die Behandlung informiert.

Aufklärungspflicht
Der Arzt klärt den Patienten über alle Aspekte der Behandlung auf, die seine Einwilligung erfordern.

Dokumentationspflicht
Sämtliche den Patienten betreffenden Belange und therapeutische Maßnahmen werden dokumentiert.

Offenlegungspflicht
Sie ergibt sich aus der Verpflichtung zur Dokumentation und sieht eine Offenlegung dieser Inhalte gegenüber dem Patienten vor.

Schweigepflicht
Das Persönlichkeitsrecht des Patienten sieht ein Stillschweigen des Arztes gegenüber Dritten in Bezug auf seine Belange vor. Er kann den Arzt jedoch von dieser Pflicht entbinden

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