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Dienstleistung Service 26.03.2018 11:30

Das Strafverfahren – Ermittlung, Verfolgung und Verurteilung von Straftätern

(Artikel mit 1 Seite)
Neben der Strafverteidigung als solcher stehen wir Ihnen darüber hinaus (insbesondere mit unserer Expertise im Bereich der Aussagepsychologie) auch als Beistand im Rahmen einer Nebenklage oder als Zeugenbeistand zur Verfügung.

Anwältin für Strafrecht in Bochum

Das Strafverfahren wird häufig auch Strafprozess genannt und beschreibt einen Ablauf nach rechtsstaatlichen Regeln zur Ermittlung, Verfolgung und Verurteilung von Straftätern. Durchgeführt wird dieses Verfahren durch Gerichte und staatliche Strafverfolgungsbehörden. Das Strafverfahren schließt das Ermittlungsverfahren, das Zwischenverfahren und das Hauptverfahren mit ein und wird durch das Vollstreckungsverfahren ergänzt, wenn auch umgangssprachlich mit dem Begriff des Strafverfahrens häufig nur das Hauptverfahren beschrieben wird. Damit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden kann, muss ein Anfangsverdacht bestehen. Dieser wird zum Beispiel durch eine Anzeige bei der Polizei herbeigeführt, häufig wird hier ein Anwalt im Strafrecht hinzugezogen. Bei hinreichendem Tatverdacht entsteht ein Hauptverfahren, dessen mündliche Verhandlung am Ende in ein Urteil über eine Geld- bzw. Freiheitsstrafe oder einen Freispruch mündet. Gegen ein Urteil können Rechtsmittel eingelegt werden, die zu einer Prüfung über eine höhere Instanz führen.

Das Ermittlungsverfahren

Das Ermittlungsverfahren stellt den Beginn des Strafverfahrens dar. In diesem Abschnitt prüft die Staatsanwaltschaft, wie wahrscheinlich die Schuld des Beschuldigten ist. Hierfür werden Beweise erhoben und Behörden zur Ermittlung hinzugezogen. In der Regel hilft die Polizei, die bei Bedarf Beschlagnahmungen und Durchsuchungen durchführt. Häufig werden der Beschuldigte sowie Zeugen verhört, Überwachungen der Kommunikation und Observationsmaßnahmen sind möglich. Beim Ermittlungsverfahren geht es nicht darum, die Schuld des Verdächtigen zu belegen, sondern Beweise für Schuld wie auch Nichtschuld zu ermitteln. Der Anfangsverdacht wird dann zum hinreichenden Tatverdacht, wenn die Schuld wahrscheinlicher ist als die Unschuld. Sollte das der Fall sein, erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage beim zuständigen Gericht und ein Zwischenverfahren wird eingeleitet. Liegt nur eine eher geringfügige Straftat vor, kann auch ein Strafbefehl beantragt werden, welcher die Hauptverhandlung ausschließt. Existiert kein hinreichender Tatverdacht, wird das Verfahren eingestellt.

Das Zwischenverfahren

Bevor das Hauptverfahren eingeleitet wird, prüft das Gericht die Anklageerhebung. Genauer prüft es die Anklageschrift und die Ermittlungsakten, die von der Staatsanwaltschaft eingereicht wurden. Nach der Prüfung wählt das Gericht aus drei Optionen. Entweder werden weitere Beweise angefordert, das Verfahren wird eingestellt, oder aber der hinreichende Tatverdacht wird bestätigt und das Hauptverfahren durch einen Eröffnungsbeschluss eingeleitet. Das Zwischenverfahren hat die Funktion, zu verhindern, dass das Hauptverfahren ohne Aussicht auf Verurteilung eingeleitet wird.

Das Hauptverfahren

Das Hauptverfahren bildet den Kern des Strafverfahrens und wird nur dann eingeleitet, wenn das Gericht eine Verurteilung für wahrscheinlicher als einen Freispruch hält. Ist das der Fall, wird die Schuld des Angeklagten in einer mündlichen Hauptverhandlung geprüft. Zudem hat die Hauptverhandlung die Funktion, das Strafmaß im Fall einer Verurteilung festzulegen. Die Vorbereitungen für die Hauptverhandlung werden durch das Gericht getroffen. Dieses legt einen Termin fest und lädt die Beteiligten vor, zu denen neben dem Angeklagten auch der Verteidiger sowie Zeugen gehören. Die Hauptverhandlung beginnt damit, dass die Sache vorgetragen wird, woraufhin die Anwesenheit der Beteiligten sowie die Beweismittel überprüft werden. Die Anklage wird vorgelesen und der Angeklagte erhält die Chance, sich zu dieser zu äußern. Danach beginnt die Beweisaufnahme. Im Rahmen des Plädoyers erhalten der Staatsanwalt und der Angeklagte das Wort, woraufhin das Gericht sich zur Beratung zurückzieht und das Hauptverfahren mit der Urteilsverkündung abschließt. Im Anschluss können Staatsanwaltschaft und Verurteilte – bei Bedarf – gegen das Urteil Berufung einlegen.

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