Hallo Gast, Sie können sich registrieren oder einloggen
 

Artikeltexte auf dem Artikelportal veröffentlichen

Nachrichten, freie Meinungen, Berichte, Infos und Meinungen als Artikeltext aus unserer Gesellschaft von freien Redakteuren
» Startseite Artikel / Artikel lesen  
Beruf und Karriere 18.07.2018 15:47

Fristlose Kündigung – wann ist sie rechtmäßig?

(Artikel mit 1 Seite)
Die fristlose Kündigung gehört zu den schwerwiegendsten Maßnahmen im Arbeitsleben und bedarf einer stichhaltigen Begründung. Entsprechende Gesetze schützen den Arbeitnehmer vor Unrechtmäßigkeit.

Fristlose Kündigung: Das müssen Sie unbedingt beachten!

Die fristlose Kündigung eines Arbeitsvertrages darf durch den Arbeitgeber nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen werden. Dies geht mit den Richtlinien und Gesetzen einher, die das Vorgehen hierbei einschränken. Bei einer derartigen Kündigung ist ein Anwalt für Arbeitsrecht empfehlenswert, um das Vorgehen zu koordinieren und erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Was ist eine fristlose Kündigung?

Bei einer fristlosen Kündigung wird das Arbeitsverhältnis sofort nach Erhalt beendet. Einzuordnen ist diese Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei den außerordentlichen Kündigungen. Die fristlose Kündigung kann nicht nur seitens des Arbeitgebers erfolgen, sondern auch vom Arbeitnehmer ausgehen. In einem solchen Fall müssen jedoch besondere Bedingungen erfüllt werden, damit eine fristlose Kündigung rechtsgültig ist.

Die Bedingungen einer fristlosen Kündigung

Um eine fristlose Kündigung auszusprechen, muss ein „wichtiger Grund“ vorliegen. Das bedeutet, mehrere Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Erheblicher Pflichtverstoß: Der Verstoß muss schwerwiegend sein, sodass ein Abwarten der Kündigungsfrist nicht mehr zumutbar ist. Auch ein dringender Verdacht kann ausreichen. Dann handelt es sich um eine Verdachtskündigung.
Selbstverschulden: Der Pflichtverstoß muss rechtswidrig und durch den Täter verschuldet sein.
Kein milderes Mittel/Negativprognose: Gibt es ein milderes Mittel, wie eine Abmahnung, muss dieses Mittel vorgezogen und es darf nicht gekündigt werden
Interessenabwägung: Es müssen die Interessen beider Parteien abgewogen werden, um festzustellen, wessen Interessen schwerer wiegen.
Zweiwöchige Frist: Auch wenn die Kündigung fristlos ist, muss eine Frist gewahrt werden. Diese Frist besagt, dass die Kündigung innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntwerdenn eines wichtigen Grundes ausgesprochen werden muss. Wird erst später gekündigt, ist eine fristlose Kündigung unmöglich. Grund dafür ist eine mangelnde Wichtigkeit, da die Kündigung nicht sofort eingeleitet wurde.

Welche Maßnahmen sind nach Erhalt einer fristlosen Kündigung notwendig?

Soll nach Erhalt der fristlosen Kündigung gegen diese vorgegangen werden, ist ein schnelles Handeln erforderlich. Hierbei kann mittels Kündigungsschutzklagen gegen die fristlose Beendigung des Arbeitsverhältnisses Einspruch erhoben werden. Diese muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung eingereicht werden. Gründe für eine Klage sind unter anderem eine Missachtung der zweiwöchigen Frist oder das Fehlen eines wichtigen Grundes.

Außerdem ist eine umgehende Meldung bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu erfolgen. Wurde die Kündigung durch Eigenverschulden verursacht, ist mit einer Sperre zu rechnen. Trotz dessen sollte eine Meldung bei der zuständigen Behörde schnellstmöglich erfolgen, um die Verlängerung einer Sperrzeit zu vermeiden.

Drucken | Artikel wurde 111 mal aufgerufen

Artikel als Bookmark speichern bei ...
 
Impressum | Datenschutzhinweise | Nutzungsregeln/AGB