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Gesundheit 19.07.2018 10:15

Die neuen Pflegegrade

(Artikel mit 1 Seite)
Seit Januar 2017 gelten die neuen Pflegegrade. Damit erhalten mehr Pflegebedürftige die notwendige Hilfe sowie geistige und körperlich Beeinträchtigte gleichermaßen pflegerische Unterstützung.

Pflegegrade – Alle Informationen im Überblick

Seit dem 1. Januar 2017 gelten die neuen Pflegegrade, die die bisherigen Pflegestufen ersetzen. Eingeführt wurden die Pflegegrade, damit Bedürftige unabhängig davon, ob die Beeinträchtigung körperlicher oder geistiger Natur ist, den gleichen Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung haben. Unterstützt werden Angehörige und Bedürftige von Pflegeheimen und Pflegediensten. Hierfür sollten sich Betroffene an ihren lokalen Pflegedienst in Hamburg wenden. Dort erhalten diese auch Informationsmaterial zu den neuen Pflegegraden.

Was hat sich im Gegensatz zu den Pflegestufen geändert?

Es gab bis zum Jahr 2017 drei Pflegestufen, die nun in fünf Pflegegrade umgewandelt wurden. In den Pflegestufen wurden geistige und psychische Erkrankungen weniger gravierend eingestuft als körperliche Beeinträchtigungen. Daher profitieren gerade Patienten mit nicht-körperlichen Einschränkungen von den neuen Pflegegraden. Zudem sind die Pflegegrade differenzierter, als es die drei Pflegestufen waren. Daher wird nun auch eine geringe Pflegebedürftigkeit als solche berücksichtigt, während Betroffene vor 2017 keine Unterstützung erhielten. Pflegebedürftige, die bereits in eine Pflegestufe eingestuft waren, werden automatisch in den entsprechenden Pflegegrad eingeteilt. Wer bisher nicht eingestuft war, beispielsweise aufgrund einer zu geringen Beeinträchtigung, kann erneut einen Antrag stellen.

Welche Leistungen und wie viel Geld stehen Betroffenen bei welchem Pflegegrad zu?

Die Leistungen, die Betroffene erhalten, richten sich nach der Bedürftigkeit, die sich in den individuellen Einschränkungen darstellt und durch die Pflegegrade klassifiziert wird. Entsprechend sind auch die Leistungen je nach Pflegegrad unterschieden.

Pflegegrad 1:
  • Zusätzlich können zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro beantragt werden.
  • In diesem Fall erhält der Betroffene einen Entlastungsbetrag von 125 Euro, der zweckgebunden ist und mit dem zum Beispiel pflegende Angehörige entlastet werden sollen.
Pflegegrad 2:
  • Bei alleiniger häuslicher Pflege besteht Anspruch auf ein Pflegegeld von 316 Euro im Monat, wenn diese von Angehörigen oder Freunden durchgeführt wird.
  • Bei der Pflege durch einen professionellen Pflegedienst besteht Anspruch auf 689 Euro im Monat.
  • Im Fall einer vollstationären Pflege beträgt der Anspruch 770 Euro im Monat.
Pflegegrad 3:
  • Bei der Pflege durch Angehörige oder Freunde beträgt das Pflegegeld 545 Euro im Monat.
  • Die Pflegesachleistungen bei Pflege durch einen professionellen Pflegedienst betragen 1.298 Euro im Monat.
  • Bei einer vollstationären Pflege betragen die Leistungen 1.262 Euro im Monat.
Pflegegrad 4
  • Es besteht ein Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 728 Euro im Monat, wenn die häusliche Pflege durch Angehörige oder Freunde übernommen wird.
  • Pflegesachleistungen werden in Höhe von 1.612 Euro im Monat gewährt (Bedingung: Pflege durch einen professionellen Pflegedienst).
  • Bei vollstationärer Pflege beträgt die Leistung 1.775 Euro im Monat.
Pflegegrad 5
  • Für die häusliche Pflege steht Betroffenen ein Pflegegeld in Höhe von 901 Euro im Monat zu.
  • Im Fall der Unterstützung durch einen professionellen Pflegedienst erhalten Pflegebedürftige 1.995 Euro im Monat.
  • Bei vollstationärer Pflege werden 2.005 Euro im Monat gewährt.
Bei den Pflegegraden 2-4 können, analog zu Pflegegrad 1, zusätzlich ein Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat sowie die Pflegemittel im Wert von 40 Euro monatlich beansprucht werden. Außerdem werden Zuschüsse zu Umbauten im Haus oder in der Wohnung gewährt.

Welcher Pflegegrad gilt bei Krankheiten wie Demenz, Krebs, Parkinson und psychischen Erkrankungen?

Der Pflegegrad bei Erkrankungen wie Demenz, Krebs, Parkinson oder psychischen Erkrankungen richtet sich nach den Einschränkungen der Betroffenen im Alltag. Je unselbständiger der Betroffene durch die Erkrankung ist, desto höher ist der Pflegegrad, in den der Betroffene eingestuft wird. Diese Einstufung wird auf Antrag bei der Pflegekasse durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) im Rahmen eines Gutachtens vorgenommen. Nach einem Punktesystem mit vorgegebenen Kriterien wird entschieden, wie viel Hilfe der Betroffene braucht und welche täglichen Herausforderungen dieser noch selbstständig bewältigen kann. Die Einstufung wird daher nicht auf Basis einer Erkrankung vorgenommen, vielmehr sind die individuellen Auswirkungen einer Krankheit ausschlaggebend.

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